Sonntag, 1. Februar 2009

Wechselschaltung


Die Wechselschaltung dient in der Elektroinstallation dazu "Verbraucher", meist eine oder mehrere Leuchten, von zwei Stellen aus ein- bzw. auszuschalten.

Eingesetzt wird sie in kleinen Fluren, Dielen und Räumen mit zwei Eingängen.
Für die Schaltung benötigt man zwei Wechselschalter, die es im Handel auch unter der Bezeichnung Aus-Wechselschalter gibt (Ausschalter werden von den meisten Herstellern nicht mehr produziert).
Die Phase (L) wird an einen der beiden Wechselschalter an der Klemme L (bei älteren Schaltern P) angeschlossen. Oft ist dieser Kontakt auch anders farblich markiert (z.B. rot). Das gleiche gilt für die Ader, die vom zweiten Wechselschalter zur Leuchte geht . Diese Ader wird oft "Lampendraht" genannt. Der Schutzleiter (PE) muss aber grün-gelb sein und der Neutralleiter (N) sollte hellblau sein.






Zum Testen der fertig verdrahteten Schaltung gehst Du ganz einfach vor:


Du schaltest abwechselnd beim ersten und dann beim zweiten Wechselschalter und das ganze vier mal. (Entweder hin und her laufen, oder mit zwei Personen). Dabei muss die Lampe jeweils aus- bzw. einschalten.
Sollte sie das nicht tun, so hast Du einen Fehler gemacht und musst alles kontrollieren. Es muss immer 4 mal geschaltet werden (abwechselnd), da es Fehler gibt, wo man zwar an der einen Seite einschalten kann, aber an der anderen Seite nicht wieder aus. Ohne diesen Testvorgang könnte man solch einen Fehler übersehen und ärgert sich, dass man das gerade weggepackte Werkzeug wieder hervor holen muss.

Tasterschaltung


Als Tasterschaltung wird in der Elektroinstallation eine Schaltung mit Tastern und Relais bezeichnet. Eine typische Anwendung ist das Ein- und Ausschalten der Beleuchtung in Treppenhäusern und langen Fluren.
In der Regel wird eine Tasterschaltung eingesetzt, wenn die Schaltung von vielen oder weit entfernten Stellen aus bedient werden soll. Bei ihr fließt der Laststrom nicht über die Bedienstellen, sondern auf kurzem Weg direkt zum Verbraucher . Durch den minimierten elektrischen Widerstand werden Verluste vermieden. Die Parallelschaltung aller Taster reduziert den Aufwand bei der Verkabelung. Die Schaltung kann von allen Tastern aus bedient werden. Die Relais werden vorzugsweise im Verteiler montiert, der auch die Sicherungen enthält.

Es wird zwischen zwei Varianten von Tasterschaltungen unterschieden:

Stromstoßschaltung:
Die bistabilen Relais für diese Variante werden als Stromstoßschalter bezeichnet.
Wenn kein Taster betätigt ist und dann ein beliebiger Taster betätigt wird, erhält der Stromstoßschalter einen Spannungsimpuls, der infolge des in ihm enthaltenen Elektromagneten zu einem Stromstoß führt. Der Elektromagnet betätigt den Schaltkontakt. Der Kontakt rastet in beiden Schaltstellungen mechanisch ein. Jeder neue Spannungsimpuls führt zum Wechsel zwischen den beiden Schaltzuständen.


Treppenhausschaltung:
Die Zeitrelais für diese auch Treppenhaus-Zeitschaltung genannte Variante werden als Treppenhausautomaten oder auch Treppenlichtautomaten bezeichnet.
An allen Tastern kann eingeschaltet werden. Nach einer am Treppenhausautomaten einstellbaren Zeit schaltet dieser automatisch wieder aus. An den Tastern kann nicht ausgeschaltet werden. Bei hochwertigen Treppenhausautomaten kann man auch "nachtasten": Tastet man noch einmal, bevor sich die Beleuchtung ausschaltet, so beginnt der Zeitablauf des Automaten von neuem.






Zum Testen der fertig verdrahteten Schaltung gehst Du ganz einfach vor:

mit Stromstoßschalter
sollst du jeden Taster einmal betätigen zum einschalten und dann gleich noch mal zum wieder ausschalten.
mit Treppenhausautomat
ist es am besten wenn du beim Treppenhausautomat die Zeiteinstellung ganz nach unten regulierst dann dauert es nicht so lange. Betätige den ersten Taster und warte ab bis das Licht wieder aus geht. Wenn das funktioniert hat teste es beim nächsten Taster und beim nächsten.... Wenn das alles geklappt hat stellst du beim Treppenhausautomat deine gewünschte Zeit ein und fertig!